Schüler leiden unter Mobbing-Attacken im Internet

Mobbing unter Schülern wird durch das Internet nach Einschätzung der Niedersächsischen Landesmedienanstalt folgenschwerer als Hänseleien in früheren Jahren waren. “Das Mobbing nimmt nicht unbedingt zu, aber die Formen haben sich verändert und sind für die Jugendlichen schwerwiegender”, sagte die Jugendschutzreferentin der Medienanstalt, Sabine Mosler, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

Die Verbreitung und die Nachhaltigkeit von Mobbing im Internet sei größer. Und Attacken, die einmal im Netz gelandet seien, ließen sich dort so schnell nicht entfernen. “Die Wirkung ist bedeutend stärker.”

Die Jugendschützerin koordiniert die Onlineplattform der Medienanstalt für junge Leute zum Thema Internet. Rund 4000 junge Leute nutzten inzwischen monatlich die Onlineplattform der Landesmedienanstalt, bei dem Altersgenossen Tipps und Ratschläge geben. 70 Prozent der Anfragen auf der vor zwei Jahren gestarteten Plattform betreffen Mobbing, sagte Mosler. Mobbing im Internet und Mobbing in der Schule stünden dabei oft in direktem Zusammenhang. “Viele Jugendliche sind technisch sehr versiert und haben mehr Ahnung als Erwachsene; bei der Einhaltung der Persönlichkeitsrechte oder des Datenschutzes fehlt ihnen aber die Erfahrung und oft auch das Unrechtsbewusstsein.”

Genau dies sei Thema der Online-Beratung auf der Plattform, zu der bundesweit inzwischen 60 Altersgenossen zu sogenannten Scouts ausgebildet wurden, sagte die Jugendschutzreferentin.

Ergänzt wird die Beratung nun um eine weitere Plattform, auf der Jugendliche eigene Projekte zu Themen wie Cyber-Mobbing, Abzocke oder Datensicherheit präsentieren können. Ziel sei es, die Projekte miteinander zu vernetzen und die wertvolle Arbeit einem größeren Kreis von Interessierten vorzustellen. (Michael Evers, dpa)
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(uk)

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Internet: Großaktionär fordert Entlassung des Yahoo-Chefs

San Francisco (dapd). Im Streit um den falschen akademischen Titel von Yahoo-Chef Scott Thompson hat ein Großaktionär ein Ultimatum gestellt: Entweder Thompson wird entlassen oder ein Rechtsstreit droht. Der Hedgefonds-Manager Daniel Loeb hatte den – nach Angaben Yahoos – “unbeabsichtigten Fehler” aufgedeckt und nutzt ihn jetzt im Machtkampf mit Thompson um die Besetzung mehrerer Sitze im Verwaltungsrat, in den er selbst gerne einziehen möchte.

Loeb forderte am Freitag in einem Schreiben die Entlassung Thompsons wegen “unehrenhaften Verhaltens”. Er signalisierte, eine Klage in Erwägung zu ziehen, sollte der Verwaltungsrat nicht bis Montagmittag (Ortszeit) “prompt und entschlossen” handeln.

Yahoo hatte bestätigt, dass Thompson – anders als in der vergangenen Woche gegenüber der US-Börsenaufsicht SEC angegeben – keinen Bachelor-Abschluss in Computerwissenschaften habe. Er habe lediglich einen Abschluss in Buchhaltung, der ebenfalls aufgeführt wurde. Dieser war auch der einzige, der im vergangenen Jahr von seinem früheren Arbeitgeber eBay in seinem Lebenslauf genannt wurde. Yahoo erklärte, Thompsons Qualifikationen seien durch einen “unbeabsichtigten Fehler” übertrieben dargestellt worden.

Loeb zweifelt Thompsons Qualifikation aber an. Der New Yorker Hedgefonds-Manager warf Yahoo einen Verstoß gegen den Ethikcode vor und forderte eine unabhängige Untersuchung. Der von Loeb geführte Fonds Third Point hält 5,8 Prozent an Yahoo. Der falsche Bachelor sei ein Beispiel für die schlechte Leitung bei Yahoo, kritisierte Loeb. Die Yahoo-Investoren bräuchten aber mehr denn je einen vertrauenswürdigen Firmenchef, schrieb Loeb in einem Brief an den Verwaltungsrat. Thompson führt den angeschlagenen Konzern seit vier Monaten.

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Internet Yahoo-Konzernchef Thompson täuschte mit falschem Abschluss

Scott Thompson kam als Hoffnungsträger zu Yahoo – jetzt könnte er zur Belastung werden. In seinem Lebenslauf führte er einen falschen Titel in Computerwissenschaften.

Yahoo-Manager Scott Thompson

Yahoo-Manager Scott Thompson

Zu den geschäftlichen Problemen des Internet-Konzerns Yahoo kommt jetzt auch noch ein Skandal in der Unternehmensführung hinzu. Yahoo musste zugeben, dass sein neuer Chef Scott Thompson entgegen bisherigen Angaben keinen Abschluss in Computerwissenschaften hat. Die falsche Information sei ein “unbeabsichtigter Fehler” gewesen, sagte Yahoo dem Blog All Things Digital.

US-Medien wiesen allerdings sofort darauf hin, dass der falsche Titel schon vor Jahren zu Thompsons Zeit bei der Handelsplattform Ebay in seinen offiziellen Lebensläufen auftauchte. Entsprechend viel Zeit hatte der Manager, den Fehler zu korrigieren. In Wirklichkeit hatte er nur den ebenfalls erwähnten Abschluss in Buchhaltung gemacht.

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Der Hinweis auf den falschen Titel kam vom Großaktionär Dan Loeb, der mit der Yahoo-Führung zerstritten ist. Er forderte in einem Brief Aufklärung über Ungereimtheiten in Thompsons offizieller Biografie.

Loeb will in den Yahoo-Verwaltungsrat einziehen und den Kurs des Unternehmens mitbestimmen. Seine Finanzfirma Third Point hält 5,8 Prozent an Yahoo. Loeb schrieb, dass Thompsons Stonehill College erst vier Jahre nach dessen Abschluss 1979 überhaupt angefangen habe, Titel in Computerwissenschaften zu vergeben. Eine einfache Google-Suche habe gereicht, um den Widerspruch festzustellen. Thompson war zuvor IT-Chef in mehreren Unternehmen gewesen. 


Aktionärsklagen sind nicht ausgeschlossen

Für Yahoo könnte die Angelegenheit schwere Folgen haben. Es ist unklar, ob sich Aktionäre und Aufseher mit der knappen Erklärung zufrieden geben. Schließlich tauchte der falsche Titel auch in Börsenmitteilungen zu Thompsons Berufung an die Konzernspitze auf. Aktionärsklagen sind nicht auszuschließen.

Yahoo verteidigte Thompson zunächst. Der falsche Titel ändere nichts an der Tatsache, dass Thompson ein hochqualifizierter Manager sei. Unter seiner Führung sei Yahoo auf dem Weg zu weiterem Wachstum und mehr Wert für die Anteilseigner.



Thompson kam Anfang des Jahres als Hoffnungsträger zu dem mit Rückgängen kämpfenden Internetkonzern. Yahoo lebt von Onlinewerbeeinnahmen. Und in diesem Geschäft sind Konkurrenten wie Google und zuletzt auch das weltgrößte Onlinenetzwerk Facebook immer stärker geworden. Thompson, der zuvor die Ebay-Tochter PayPal führte, leitete einen Sparkurs mit drastischem Stellenabbau ein. Vor seinem Antritt war Yahoo monatelang führungslos, nachdem die vorherige Chefin Carol Bartz nach zwei Jahren gefeuert worden war.

  • Carol Bartz
  • Facebook
  • Yahoos bekannte Werbetafel in San Francisco, aufgestellt im Jahr 1999, wurde im Dezember 2011 abgebaut.

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  1. sich redlich ihren Studienabschluß erkämpften,

    müssen sich voll verar…t fühlen.

    Die guten, lukrativen Jobs nehmen ihnen die Schwindler mit Ellbogentechnik weg.

    Für Jahre.

    in der deutschen Politik ja nicht anders.

    Die Liste der bekannten Blender und Schwindler wird immer länger. (Nur dass es da immer gleich ein Dr. sein muss.)

    in der deutschen Politik ja nicht anders.

    Die Liste der bekannten Blender und Schwindler wird immer länger. (Nur dass es da immer gleich ein Dr. sein muss.)

  2. in der deutschen Politik ja nicht anders.

    Die Liste der bekannten Blender und Schwindler wird immer länger. (Nur dass es da immer gleich ein Dr. sein muss.)

  3. Vielleicht sollten wir mal hier – wenn uns ein politischer oder wirtschaftlicher Gegenspieler nicht passt, auch mal nachsehen ob er/sie zB GEZ Gebühren bezahlt.. und wenn nicht dann…
    Wetten – zum Schluss bleiben nur noch Menschen die auch zum Pabst taugen würden (Frauen natürlich nicht).

  4. Schon öfters ist zu lesen gewesen, dass Menschen jahrelang als Lehrer, als Arzt und ähnliches tätig waren, ohne jedoch den notwendigen Abschluss zu besitzen. Erst vor kurzen wurde in NRW ein solcher Fall aufgedeckt, beidem ein Lehrer jahrelang an einem Gymnasium unterrichtet hatte, ohne ein Abitur zu besitzen. Was sagt das eigentlich aus?

    Quelle:
    http://www.derwesten.de/p…

    Nun, jene besaßen viel berufliches Talent, und es sollte darauf ankommen, bevor es um Schulabschlüsse und Bildungswege geht. Das soll nicht bedeuten, dass jeder Arzt ohne ausbildungstechnischen Werdegang werden soll. Erkennen müssen wir jedenfalls auch, dass unsere schulischen, wie auch beruflichen Abschlüsse längst nicht mehr die Aussagekraft haben wie früher.

    Statt Menschen in ihrem beruflichen Streben Steine in den Weg zu legen, sollte es daran gehen Talente zu fördern. Nicht jeder, der das Abitur besitzt und einen Studiengang absolviert hat, zeichnet sich hinterher auch als guter Lehrer, Anwalt oder Betriebswirt aus. Dürfen wir Talente ausschließen, nur weil sie in einem oder zwei Fächern die Anforderungen zum Abitur nicht erfüllt haben? Ist das Abitur als Zugang zum Studium heute noch zeitgemäß? Informationen, und auch Bildung ist heute keine Frage mehr des Wissen an sich, sondern der effektiven Nutzung des Internets.

    Das Abitur ist heute eine Frage des elternlichen Geldbeutels, dem wir Einhalt gebieten müssen.

    Sie haben sicherlich recht, dass man mit einem Abschluss nicht automatisch auch kompetent ist. Aber was ist die Alternative? Als Arbeitgeber jedem ein halbes Jahr Probezeit geben? Mit entsprechendem Zeugnis kann man zumindest davon ausgehen, dass der Bewerber (in der Theorie) das nötige Wissen und Befähigung hat. Ob für den Job als Yahoo-Chef ein Informatik-Abschluss nötig ist, darüber lässt sich mit Sicherheit streiten ;)

    Der angesprochene falsche Bio/Sport-Lehrer war fachlich übrigens eher ein Flopp: http://www.spiegel.de/sch…

    Sie haben sicherlich recht, dass man mit einem Abschluss nicht automatisch auch kompetent ist. Aber was ist die Alternative? Als Arbeitgeber jedem ein halbes Jahr Probezeit geben? Mit entsprechendem Zeugnis kann man zumindest davon ausgehen, dass der Bewerber (in der Theorie) das nötige Wissen und Befähigung hat. Ob für den Job als Yahoo-Chef ein Informatik-Abschluss nötig ist, darüber lässt sich mit Sicherheit streiten ;)

    Der angesprochene falsche Bio/Sport-Lehrer war fachlich übrigens eher ein Flopp: http://www.spiegel.de/sch…

  5. Da wird der Mann erwischt und der “unbeabsichtigte Fehler” tauchte vor Jahren auch schon bei Ebay auf, was ganz klar darauf hin deutet, daß es beabsichtigte Täuschung war um sich einen Posten mit nicht vorhandenen Qualifikationen zu erschleichen, und was passiert? Es wird weiter geleugnet und heruntergespielt, erinnert mich irgendwie an Guttenberg. Ich würde keine Aktien von Yahoo kaufen.

  6. Sie haben sicherlich recht, dass man mit einem Abschluss nicht automatisch auch kompetent ist. Aber was ist die Alternative? Als Arbeitgeber jedem ein halbes Jahr Probezeit geben? Mit entsprechendem Zeugnis kann man zumindest davon ausgehen, dass der Bewerber (in der Theorie) das nötige Wissen und Befähigung hat. Ob für den Job als Yahoo-Chef ein Informatik-Abschluss nötig ist, darüber lässt sich mit Sicherheit streiten ;)

    Der angesprochene falsche Bio/Sport-Lehrer war fachlich übrigens eher ein Flopp: http://www.spiegel.de/sch…

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Internet: Netzaktivisten wollen Abgeordnete „adoptieren“

Die Idee: Internetnutzer werden „virtuelle Paten“ und informieren öffentlich über ihre Kommunikation mit den Abgeordneten. Als Beispiel nannte die Stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Lavinia Steiner, eine Patenschaft mit dem CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach und Beratungen über die Vorratsdatenspeicherung. „620 Abgeordnete brauchen einen Paten“, sagte Steiner am Donnerstag in Berlin.

Wir haben das Problem, dass sehr viele Initiativen da sind, die einfach gestoppt werden müssen“, sagte der Vereinsvorsitzende Markus Beckedahl und nannte neben der Vorratsdatenspeicherung das internationale ACTA-Abkommen zum Urheberrecht. „Der ganze netzpolitische Diskurs ist leider noch ein Abwehrkampf.“ Der seit einem Jahr bestehende Verein Digitale Gesellschaft wolle Nutzerrechte gegenüber Politik und Wirtschaft vertreten und als gemeinsame Plattform für öffentliche Kampagnen von Netzaktivisten dienen.

Die re:publica beschäftigte sich an ihrem zweiten Tag auch mit kritischen Fragen zu privaten Eigentumsverhältnissen öffentlich genutzter Internet-Plattformen. Der Blogger und Autor Sascha Lobo sagte in einer Diskussionsrunde am zweiten Tag der Konferenz, von Privatfirmen eingerichtete Soziale Netzwerke wie Facebook, Googleimage+ und Twitter vermittelten ihren Nutzern den fälschlichen Eindruck, öffentlich zu sein. „Daraus ergeben sich unterschiedliche Facetten von Problemen“, sagte Lobo – bis hin zur Möglichkeit, inhaltliche Diskussionen zu kontrollieren. Lobo sprach sich für eine internationale Regelung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) solcher Plattformen aus.

Ralf Lesser, Referent für Netzpolitik im Bundesinnenministerium, gab zu bedenken, dass es für komplexe Themen des Lebens keine einfachen juristischen Antworten gebe. Ein guter Ansatz sei aber das Prinzip der Datenportabilität, also die Verfügbarkeit der Nutzer über ihre eigenen persönlichen Daten mit der Möglichkeit, diese von einer Plattform auch wieder zu entfernen und zu einem anderen Anbieter zu bringen. Dies sei auch die Forderung der Bundesregierung an Facebook, Google und andere Anbieter, sagte Lesser.

In einem weiteren Themenblock ging es um die Rolle Sozialer Medien im Arabischen Frühling. Fadi Salem von der Dubai School of Government sagte, dass die Online-Plattformen während der Proteste sehr intensiv für politische Zwecke genutzt worden seien. In vielen Ländern der arabischen Welt habe etwa Facebook den Anstoß zu Demonstrationen gegeben. Zeynep Tufekci von der University of North Carolina sagte: „Soziale Medien verändern die Dynamik, wenn bereits Unzufriedenheit herrscht.“

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Innere Sicherheit – Internet: Friedrich für stärkere internationale IT-Kooperation

Geldstrafe für britische Touristen  —
Entführer von Pinguin “Dirk” müssen zahlen

Video
Zwei britische Touristen, die in Australien einen Zwergpinguin entwendet hatten, müssen nun Strafe zahlen.

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Uni Düsseldorf: Kommission beginnt Untersuchung: Schavan wehrt sich gegen …

Berlin (RPO). Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) wehrt sich gegen den anonymen Vorwurf von Plagiaten in ihrer Doktorarbeit. In einem Internet-Blog werden dazu zahlreiche Stellen aus ihrer Dissertation vor 32 Jahren aufgeführt – sie soll Quellen nicht immer ausreichend benannt haben. Schavan forderte den oder die Autoren des Blogs am Mittwoch in Berlin auf, sich zu erkennen zu geben. Zugleich versicherte sie, aufklären zu wollen.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan sieht sich Plagiatsvorwüfen ausgesetzt. Foto: dapd, Maja Hitij

Schavan: “Ich habe heute diese entsprechende Seite mir angeschaut, es ist eine anonyme Seite, deshalb ist meine erste Antwort: Wer sich mit meiner Dissertation beschäftigt hat, mit dem bin ich gerne bereit, über diese Dissertation zu sprechen, über das Zustandekommen.” Sie gebe gerne jedem Rechenschaft über die Quellen, versicherte Schavan. “Mit anonymen Vorwürfen kann man schwerlich umgehen”, betonte die Ministerin.

Es geht um die Arbeit “Person und Gewissen – Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeit und Erfordernissen heutiger Gewissensbildung”, mit der Schavan 1980 an der Universität Düsseldorf den Doktortitel mit der Note “magna cum laude” im Fach Erziehungswissenschaften erwarb. Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende ist seit 2005 Bundesministerin für Bildung und Forschung. Zuvor war sie Kultusministerin in Baden-Württemberg.

Politiker und Plagiats-Affären

Politiker und Plagiats-Affären

Politiker und Plagiats-Affären

Politiker und Plagiats-Affären

Anders als bei früheren Plagiatsvorwürfen gegen Politiker – etwa im Fall des zurückgetretenen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) – geht es bei den anonymen Vorhaltungen gegen Schavan nicht um die Übernahme kompletter Textstellen aus anderen Veröffentlichungen. Vorgeworfen wird Schavan vor allem, Quellen nicht vollständig aufgelistet und zum Teil auch “verschleiert” zu haben.

Bei dem Blog, der am vergangenen Sonntag im Internet eingestellt wurde, geht es auch um wissenschaftliche Standardfragen – etwa wie weit Schavan eigene Gedanken und eigenen Erkenntnisgewinn früheren Ausführungen anderer Autoren zum Thema entlehnt hat, ohne dies exakt auszuweisen. So gibt es unter anderem inhaltliche Textvergleiche zwischen ihren Ausführungen und denen des Bonner Moraltheologen Franz Böckle – ohne Quellenhinweis. Böckle war allerdings Zweitgutachter bei Schavans Dissertation.

Eigentlich hatte der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg angekündigt, die Plagiats-Vorwürfe gegen ihn aktiv aufarbeiten zu wollen. Nun aber lässt er seinen Anwalt die Uni Bayreuth wegen vorab bekannt gewordener Details aus dem Prüfbericht attackieren.   Einst war Guttenberg der beliebteste Politikler in Deutschland. Nun wendet sich die Stimmung gegen ihn. Zahlreiche Leser empfinden sein Verhalten als Unverschämtheit. Das zeigen Auszüge aus den Kommentaren.
Leser: Entsetzen über Guttenberg 

Promotionskommission will prüfen

Schavan sagte der “Süddeutschen Zeitung”: “Ich habe mein Thema damals sehr genau bearbeitet.” Ihre Dissertation habe sie “nach bestem Wissen und Gewissen” angefertigt. Für die Arbeit mit Quellen habe sie einen Zettelkasten verwendet, den sie noch heute besitze. Man könne nie ausschließen, dass ähnliche Gedanken oder Formulierungen auch in anderen Werken stünden.

Die Promotionskommission der Philosophischen Fakultät der Universität Düsseldorf wird die Plagiatsvorwürfe prüfen. Das Gremium werde kommende Woche seine Arbeit aufnehmen, sagte ein Uni-Sprecher. “Das in solchen Fällen übliche Verfahren entspricht auch der Bitte von Frau Professor Schavan.” Wie lange die Prüfung dauert, sei offen.

Dass Edmund Stoiber in seiner Doktorarbeit über Hausfriedensbruch geschrieben hat, ist jedem schon mal zu Ohren gekommen. Doch was für Spezialgebiete haben unsere Politiker noch zu bieten? Eine Aufstellung.   In ihrer Diplomarbeit widmete sich die heutige Bundeskanzlerin Angela Merkel physikalischen Phänomenen: Sie schrieb über die Berechnung von Geschwindigkeitskonstanten einfacher Kohlenwasserstoffe und wurde damit zum Dr. rer. nat. promoviert.
Politiker und ihre Doktortitel 

Schavan hat seit dem Wintersemester 2009/2010 eine Honorarprofessur an der FU Berlin und bietet Lehrveranstaltungen im Fach Katholische Theologie an.

Bei der Internet-Plattform “wordpress.com” handelt es sich um einen US-Anbieter. Blogs wie der “schavanplag” können dort quasi von jedermann auch anonym eingestellt werden. Eine Ermittlung des Urhebers ist aus Expertensicht nur bei schwersten strafrechtlich relevanten Vorwürfen möglich.

Die Deutsche Presse-Agentur wie auch andere Medien waren am Mittwochmorgen per Fax auf die Internetseite hingewiesen worden. Als Absender war ein “Robert Schmidt” angegeben – allerdings ohne Faxkennung oder Rückruf- und Kontaktmöglichkeiten.

Seit Mittwoch darf sich der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Florian Graf, nicht länger Doktor nennen. Die Universität Potsdam entzog dem 38-jährigen Politiker den Doktortitel. Der Promotionsausschuss der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät bescheinigte Graf in seiner Sitzung, die Universität getäuscht zu haben, teilte die CDU-Fraktion mit. Graf hatte den Entzug seines 2010 erworbenen Doktortitels selbst beantragt.

Hintergrund zum Begriff Plagiat

Der Begriff Plagiat ist dem Französischen entlehnt und wurzelt in dem lateinischen Wort plagium. Das bedeutete Menschenraub oder auch Seelenverkauf. Heute bezeichnet der Begriff Plagiat den Diebstahl geistigen Eigentums. Dabei kann es um alle Formen geistiger Arbeit gehen, also neben Texten auch um Design, bildende Kunst und Musik.

Das Plagiat sei allerdings kein juristischer Tatbestand, sagt der Münchner Rechtsprofessor Volker Rieble. Es gebe allein den Begriff der Urheberrechtsverletzung. Der zielt darauf ab, dass ein Autor dem anderen den Text stiehlt. Der Plagiatsbegriff bezeichnet nach Riebles Meinung als nichtrechtlicher Begriff etwas anderes: Die Irreführung des Lesers. Dabei stehe nicht die Schädigung des ursprünglichen Autors im Mittelpunkt, sondern die Täuschung des Lesers. Ein Plagiat beginnt für Rieble in wissenschaftlichen Arbeiten schon bei zwei bis drei wortwörtlich übernommenen Sätzen ohne Verweis auf den Urheber.

Typisch für Plagiate ist zum Beispiel für die US-amerikanische Modern Language Association die Unterlassung von geeigneten Quellenhinweisen – sei es bei der Verwendung der Formulierungen eines anderen, aber auch bei der Zusammenfassung von Argumenten oder bei der Darstellung von Gedankengängen anderer.

Studenten lernen in der Regel vom ersten Semester an das korrekte Zitieren. Das Wort Zitat wird aus dem lateinischen Wort citare (herbeirufen) hergeleitet. Die Wissenschaft unterscheidet dabei heute zwischen verschiedenen Grundtypen.

Wörtlich zu zitieren heißt zum Beispiel, einen Text in Orthografie und Interpunktion genau wiederzugeben. Das Zitat ist dann durch Anführungszeichen gekennzeichnet. Sinngemäße Zitate werden dagegen nicht in Anführungszeichen gesetzt. Der Quellenbeleg kann aber durch Formulierungen wie “nach”, “siehe” oder “vergleiche” eingeleitet werden. Üblich ist es, bei wissenschaftlichen Texten die gesamte Quellenangabe als Fußnote zu vermerken.

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Medien – Internet: Experte: Handys werden zur «Allzweckwaffe des Skandals»

Tübingen (dpa) – Ein peinliches Foto bei einer Party oder ein unbedachter Kommentar in einem Internetblog: Schon ein kleiner Fehltritt kann im Zeitalter von YouTube und Facebook den Ruf und die Karriere eines Menschen zerstören, warnt der Tübinger Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen.

Während früher nur Promis auf Schritt und Tritt von Kameras und Skandal-Jägern verfolgt wurden, gelte das inzwischen für jeden Menschen.

«Jeder trägt heute Allzweckwaffen der Skandalisierung am Körper: Handys und Smartphones kann man immer hochreißen, um einen peinlichen Moment zu dokumentieren. Wir beobachten uns alle immer gegenseitig», sagte Pörksen der Nachrichtenagentur dpa.

Dies habe zwei Konsequenzen: Zum einen brauche jeder Mensch eine Medien-Strategie wie ein Promi. «Denn wer sich auf einer Party gehen lässt und dabei gefilmt wird, läuft Gefahr, im Internet vor einem weltweiten Publikum zum Gespött zu werden», betont der Professor, der in dieser Woche sein Buch «Der entfesselte Skandal» veröffentlicht. «Alles ist potenziell öffentlich und findet potenziell vor einem Weltpublikum statt.» Zum anderen brauche jeder Mensch ein publizistisches Verständnis wie ein Journalist – denn wer Dokumente online stelle, müsse sich im Vorfeld über die Konsequenzen im Klaren sein und dabei auch moralische Aspekte berücksichtigen.

Als Grundlage einer persönlichen Medienstrategie müsse sich jeder klarmachen, dass er die Entscheidung, was er von sich preisgibt, nur ein einziges Mal treffen könne. «Das ist irreversibel. Solche Informationen kann man nicht zurückholen.» Wer also zum Beispiel seine Hochzeitsbilder an Freunde verschickt, könnte dazuschreiben, ob und wie diese Bilder weiter verteilt werden dürfen oder nicht. Bei einer Party-Einladung könne man auch gleich die Bitte dazuschreiben, Fotos von diesem Abend nicht im Internet zu veröffentlichen. «Dafür muss man den anderen vertrauen, dass sie sich daran auch halten. Aber ein solches Vertrauen ist alternativlos», sagte Pörksen.

Gleichzeitig müsse sich aber auch jeder Mensch sehr viel stärker klar machen, welche Folgen es hat, wenn man etwas über einen anderen Menschen veröffentlicht. Als Negativ-Beispiel nannte Pörksen die Geschehnisse rund um die Ermordung der elfjährigen Lena in Emden. Im Internet waren Hassparolen gegen einen 17-Jährigen in Umlauf gebracht worden, auch ein Aufruf zur Lynchjustiz war aufgetaucht. Später stellte sich heraus, dass der 17-Jährige unschuldig war.

«Jeder, der im Internet etwas veröffentlicht, muss sich vorher die klassischen journalistischen Fragen stellen: Ist die Information glaubwürdig? Ist die Quelle zuverlässig? Wie sieht es mit den Persönlichkeitsrechten aus? Erst dann kann man entscheiden, ob man eine Information publizieren darf oder nicht.» In Schulen und Universitäten müssten dafür das publizistische Handwerkszeug sowie das nötige Gespür für Medieneffekte vermittelt werden.

Denn letztlich habe die Gesellschaft keine andere Wahl, als auf das Verantwortungsbewusstsein des einzelnen Mediennutzers zu setzen. Eine Zensur des Internets sei weder zielführend noch machbar. Daraus lasse sich eine Handlungsmaxime für das digitale Zeitalter ableiten, sagte Pörksen: «Handele stets so, dass Dir die öffentlichen Effekte Deines Handelns langfristig vertretbar erscheinen. Aber rechne damit, dass dies nichts nützt.»

Verlag zum Buch

Pressemitteilung

Facebook-Seite zum Buch

erschienen am 02.05.2012 um 09:47 Uhr

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Internet-Rechte Sky löst sich mit der Bundesliga vom Fernseher

Brian Sullivan mag Chef von Sky Deutschland sein, doch zuhause bestimmt seine Ehefrau über das Fernsehprogramm. Als Sullivan am vergangenen Mittwoch ins Wohnzimmer kommt, um sich dort das Spitzenspiel zwischen dem FC Bayern München und Real Madrid anzusehen, sitzt seine Frau bereits vor dem Fernseher und schaut sich einen Krimi an. Der Chef des Bezahlsenders muss zum Notebook greifen, um sich auf dem kleinen Bildschirm über den Mobildienst Sky Go das Spiel anzusehen.

Sullivan darf sich darüber nicht beschweren. Immerhin arbeitet Sky daran, sich vom Fernseher zu lösen: Internet, Mobiltelefone, Fernsehgeräte. Über die komplette Bandbreite an Medien will das Unternehmen seine Kunden künftig erreichen.Und das auch verstärkt mit Fußball, dem Hauptverkaufsargument für Sky.

Brian Sullivan lässt sich das einiges kosten. Vor zwei Wochen ersteigerte er in einem spektakulären Bieterwettstreit die Rechte, die Bundesligaspiele der Saison 2013/2014 nicht nur im Bezahlfernsehen, sondern auch im Internet und über das Mobilfunknetz live übertragen zu dürfen. Aktuell liegen die letztgenannten Rechte bei der Deutschen Telekom.

Mehr Sky auf mobilen Geräten

Sullivan hat wenig Alternativen zu seinem Kurs. Bis 2016 wird jeder zweite deutsche Haushalt über den Fernsehbildschirm auch auf das Internet zugreifen können, prognostiziert der Marktforscher Goldmedia.

Damit dürfte auch das Angebot an Filmen oder Sportveranstaltungen zunehmen, die auf Knopfdruck abrufbar sind. “Ich glaube nicht, dass in den nächsten fünf Jahren jeder über das Internet fernsehen wird”, sagt Sullivan im Gespräch mit “Welt Online” zwar. Er macht aber auch klar, dass er im Internet und auf mobilen Geräten künftig trotzdem mehr Sky sehen möchte.

Erste Schritte hat das Unternehmen bereits vor einem Jahr eingeleitet: Mittlerweile hat das Angebot Sky Go, das den Abruf von Filmen oder auch Liveübertragungen mobil und im Internet erlaubt, 600.000 Nutzer. Die internen Erwartungen für 2012 seien schon jetzt übertroffen worden, sagt Sullivan.

Sky braucht Partner

Sky hat jetzt eine enorme Machtstellung. Wer auch immer im Internet Fußball zeigen wird, muss mit Sky verhandeln. Sullivan erklärt, dass er bereits mehrere Anrufe von Internet- und Mobilfunkanbietern erhalten hat, die ihm zum Gewinn der Rechte gratulierten. Sie bereiten sich auf die anstehenden Verhandlungen mit Sky vor.

Denn sie wissen, dass das Unternehmen Partner braucht, wenn es die Live-Bundesliga über das Breitband in die Haushalte schicken möchte. “Wir sind keine Plattform, sondern ein Inhalteanbieter und Aggregator”, sagt Sullivan selbst.

“Als ein solcher brauchen wir Zugang zu den Infrastrukturen anderer Unternehmen, um unsere Kunden zu erreichen.” Als mögliche Partner dürften etwa die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica infrage kommen.

Allerdings streitet Sullivan klar ab, dass er die Rechte vollständig aus der Hand geben wird, wie in den vergangenen Tagen immer wieder gemutmaßt wurde. “Wir sind kein Rechtehändler” sagt Sullivan. “Wir erwerben Rechte, um damit ein einzigartiges und aufregendes Produkt zu erstellen – und wir glauben, dass wir das besser als viele andere können.”

Im Klartext: Die Sky-Redaktion soll das Programm produzieren, Partner sollen den Vertrieb übernehmen. “Wir haben viel Zeit und Mühe investiert, Sky als Qualitätsmarke aufzubauen”, sagt Sullivan. “Es liegt uns sehr daran, unser Produkt und unsere Marke über alle Distributionskanäle zu verbreiten.”

Große Redaktion an Fachleuten

Sky verfügt über die notwendige Erfahrung. Das Unternehmen hat über die Jahre hinweg eine große Redaktion an Fachleuten aufgebaut. Ihren Sitz haben die Mitarbeiter im Münchener Vorort Unterföhring in der Medienstadt, in der etwa auch ProSiebenSat1 residiert sowie das ZDF und zahlreiche andere Fernsehanbieter Niederlassungen haben.

Allein für den Sport News HD hat das Unternehmen nach eigenen Angaben 220 Mitarbeiter eingestellt. Das ist im Prinzip der Todesstoß für “Liga Total”. Die Deutsche Telekom hat viel Energie in den Aufbau des Programms gesteckt.

Sollte Sky darauf bestehen, künftig das Programm aus der eigenen Redaktion heraus zu produzieren, dann dürfte Liga Total die Daseinsberechtigung verlieren. Telekom-Manager Christian Illek deutete bereits an, dass es Liga Total in der derzeitigen Form nicht mehr geben werde. Wie es heißt, haben sich schon mehrere Mitarbeiter beim Konkurrenten Sky beworben.

In die kommenden Gespräche mit den Internet- und Mobilfunkanbietern möchte Sullivan allerdings ohne Vorbedingungen gehen. Umsatzteilung? Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens? Oder einfach nur der Verkauf des produzierten Fernsehprogramms?

Alles sei möglich, heißt es bei Sky. “Wir sind immer offen für die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen, damit alle Kunden Zugriff auf Sky haben”, sagt Sullivan.

Noch keinen Jahresgewinn erwirtschaftet

Die Einnahmen kann Sky gut gebrauchen. Das Unternehmen hat in seiner Geschichte, die als Kirch-Sender Premiere begann, bislang noch keinen einzigen Jahresgewinn erwirtschaften können. Das Unternehmen sammelt in diesem Jahr von seinen Aktionären frische Mittel ein.

Gut 300 Millionen Euro dürften von der News Corp. des Medienunternehmens Rupert Murdoch kommen. Sky verhandelt zudem mit den Banken über eine Refinanzierung der bestehenden Kreditlinien.

Sullivan möchte das nicht als Zeichen verstanden wissen, dass man jetzt unter Druck sei. Die Zukunft des Unternehmens hänge nicht daran, dass man auch die Internetrechte vermarktetet. “Wir haben soviel geboten wie wir uns leisten konnten”, sagt Sullivan. “Wir stehen nicht unter Druck, eine Vereinbarung zur Verbreitung der Bundesliga über das Internet zu schließen, da die neue Rechteperiode erst ab der Saison 2013/14 beginnt.”

Champions League als Beweis für gute Arbeit

Sullivan ist sichtlich erleichtert, dass er bei der Bundesliga zum Zuge kam. Immerhin war lange spekuliert worden, was ein Verlust der Rechte für Sky bedeutet hätte. Sullivan hatte am Tag der Entscheidung insgesamt neun Pressemitteilung für jeden möglichen Fall in der Schreibtischschublade.

Einige davon waren hart formuliert – für den Fall, dass er alle Rechte verloren hätten. “Das Unternehmen hätte auch ohne die Bundesligarechte überlebt”, sagt Sullivan. “Aber es hätte sich stark verändert.”

Die Verhandlungen werden sich wohl über Monate hinziehen, die Werbetrommel für sein Unternehmen rührt Sullivan allerdings schon jetzt. Etwa wenn er auf das anstehende Champions League zwischen dem FC Bayern München und dem FC Chelsea in München angesprochen wird.

“Das Champions League Finale ist ein schöner Anlass unseren Content im rechten Licht zu präsentieren, und zu beweisen dass wir einen guten Job machen”, sagt Sullivan. Es könnte aber auch ein Aufruf an seine Frau sein, ihm vor dem heimischen Fernsehgerät Platz zu machen.

 

Übersicht über die TV-Übertragungen der Fußball-Bundesliga ab 2013 bis 2017:

 

FREITAG

18.00 Uhr: 2. Liga live bei Sky

20.30 Uhr: Bundesliga live bei Sky

22.30 – 23.45 Uhr: Highlights 2. Liga bei Sport1

 

SAMSTAG

13.00 Uhr: 2. Liga live bei Sky

15.30 Uhr: Bundesliga live bei Sky

18.30 Uhr: Bundesliga live bei Sky (Topspiel)

18.30 – 20.00 Uhr: Highlights Bundesliga und 2. Liga in der ARD-Sportschau

23.00 Uhr: Highlights Bundesliga und 2. Liga im ZDF-Sportstudio (Rechte ab 21.15 Uhr)

SONNTAG

13.30 Uhr: 2. Liga live bei Sky

15.30 Uhr: Bundesliga live bei Sky

17.30 Uhr: Bundesliga live bei Sky

19.30 Uhr: Highlights 2. Liga bei Sport1

21.45 Uhr: Highlights Bundesliga in den dritten Programmen

 

MONTAG

20.15 Uhr: 2. Liga live bei Sport1 und Sky

 

Ab eine Stunde nach Spielende: Videoclips im Internet-Angebot der Axel Springer AG als Pay-Angebot sowie ab 0.00 Uhr des Folgetages frei empfangbar

Rechteinhaber und Rechtepreis in Millionen Mark:

 

Saison 1965/66:

ARD/ZDF: 0,65

 

1968/69:

ARD/ZDF 1,68

 

1970/71:

ARD/ZDF 3,0

 

1977/78:

ARD/ZDF 5,38

1983/84:

ARD/ZDF 8

 

1984/85:

ARD/ZDF 10

 

1988/89:

Ufa/RTL/ARD 40

 

1989/90:

 Ufa/RTL/ARD 45

1990/91:

Ufa/RTL/ARD 50

 

1991/92:

Ufa/RTL/Premiere 80

 

1992/93:

ISPR/Sat.1, Ufa/Premiere 145

 

1993/94:

ISPR/Sat.1, Ufa/Premiere 165

1994/95:

ISPR/Sat.1, Ufa/Premiere 165

 

1995/96:

ISPR/Sat.1, Ufa/Premiere 165

 

1996/97:

ISPR/Sat.1, Ufa/Premiere 195

 

1997/98:

ISPR/Sat.1, Ufa/Premiere 255

1998/99:

ISPR/Sat.1, Ufa/Premiere 255

 

1999/2000:

ISPR/Sat.1, Ufa/Premiere 330

Seit 2000 Rechtepreis in Millionen Euro:

 

2000/2001:

KirchMedia/Sat.1/Premiere 355

 

2001/2002:

KirchMedia/Sat.1/Premiere 278

 

2002/2003:

Infront/Sat.1/Premiere 290

2003/2004:

Infront/ARD/Premiere 290

 

2004/2005:

Infront/ARD/Premiere 300

 

2005/2006:

ARD/Premiere 300

 

2006/2007:

ARD/Arena 407

2007/2008:

ARD/Premiere 407

 

2008/2009:

ARD/Premiere 407

 

2009/2010:

ARD/Sky 390

 

2010/2011:

ARD/Sky 410

2011/2012:

ARD/Sky 425

 

2012/2013:

ARD/Sky 440

 

2013/2014:

ARD/Sky 560

 

2014/2015:

ARD/Sky 615

2015/2016:

ARD/Sky 663

 

2016/2017:

ARD/Sky 673

Brian Sullivan
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Der Vorstandsvorsitzende der Sky Deutschland AG, Brian Sullivan

Bundesligaspiele laufen auch künftig bei Sky

Sky zahlt fast 2 Mrd. Euro für die Fußball-Rechte

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Internet-Konferenz in Berlin – Wo die Re:publica lohnt

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Re:publica-Homepage: “Die Leute. Die Technik. Die Veranstaltungen.”
(© Screenshot: re-publica.de)


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Ich musste ein bisschen schmunzeln, als ich nach den Berichten zur ersten Re:publica 2007 gesucht habe. ” Easy. Alles wirkt so easy. Die Leute. Die Technik. Die Veranstaltungen. Die Atmosphäre.”, hieß es damals beispielsweise bei jetzt.de.  Während Thilo Baum die fehlenden Katzenblogger bemängelte, gab es anderswo viel Lob für die Möglichkeit, per SMS Vorträge direkt auf einer Leinwand kommentieren zu können (meines Wissens gab es diese Funktion auch im Jahr darauf). Und natürlich fanden auch Debatten über Selbstreferentialität statt, die sich letztlich in sich selbst verloren.

Mit der steigenden gesellschaftlichen Relevanz des Internets sank in den vergangenen Jahren auch der Selbstbezug – inzwischen ist das ehemalige Bloggertreffen eher eine Konferenz für netzpolitische Themen, nicht selten aber auch einfach eine Vorstellungsplattform für Aktivisten- und (von Intention und Niveau her betrachtet: leider) auch Unternehmensprojekte. Eine subjektive Auswahl von lohnenswerten Debatten und Vorträgen.

[] Creative Internet Business: Made in Germany (Mittwoch, 11 Uhr, Stage 2) Während sich in Sachen Aktivismus immer mehr tut, sind Debatten über den Start-up-Standort Deutschland meist eher zum Weinen (ziehen wir jetzt mal den Berlin-Hype ab). So wird auch diese Diskussion, bei der Politik, Risikokapitalgeber und Start-up-Gründer an einem Tisch sitzen, keine Lösung des Problems bringen. Aber womöglich Erklärungen.

[] Tatort Urheberrecht (Donnerstag, 19 Uhr, Stage 6) Netzwertig-Autor Marcel Weiß diskutiert mit dem Tatort-Autor Knut Böser über die Vergütung von Urhebern in der digitalen Welt. Ob der Dialog danach etwas zivilisierter wird oder wieder offene Briefe verschickt werden?

[] Dark Side Of Action (Donnerstag, 17:30 Uhr) Hackergruppen und digitale Aktivisten sind inzwischen so allgegenwärtig, dass sie längst als Akteure bei politischen und gesellschaftlichen Veränderungen anerkannt sind. Von außen ist dabei die Schattenseite kaum zu erkennen: Die Beteiligten sind häufig hohem Druck und Versagensangst ausgesetz. Ein Gespräch soll das Tabu Depression in der Hackerkultur brechen.

[] Der digitale Dorfplatz: Privat oder öffentlich? (Donnerstag, 19 Uhr, Stage 3) Wer gibt die Rahmenbedingungen für das Netz als Kommunikationsort vor? Plattform-Betreiber wie Facebook oder Twitter? Länder, indem sie Regeln für den Einsatz dieser Dialogwerkzeuge setzen? Oder die Nutzer, indem sie sich genau diesen Einflüssen zu entziehen lernen? Diskussion in großer Runde, inklusive Vertreter des Bundesinnenministeriums. 

[] Iranian internet between Freedom and Isolation (Donnerstag, 19:30 Uhr, Stage 3) Daten können Geschichten erzählen – auch über Internetzensur und -kontrolle in Iran. Sollten sich Web- oder Grafikdesigner mit politischen Themen auseinandersetzen? Und wenn ja, wie?

[] Made in My Backyard (Freitag, 10 Uhr, Stage 2) “Do it yourself” bekommt im Zeitalter der Kollaborations-Wirtschaft und im Hinblick auf die langsam wachsende Bedeutung von 3-D-Druckern eine ganz neue, womöglich bahnbrechende Bedeutung. Und weil die gesellschaftlichen Folgen einen geisteswissenschaftlichen Überbau brauchen, bringt Bas van Abel (Ko-Autor von “Open Design Now”) Mass customization und Marx zusammen.

[] Copyriots! Der Kampf der Kulturen (Freitag, 11:15 Uhr, Stage 2)

Ob es wirklich zu Ausschreitungen kommen wird? Immerhin will die Gema einen Vertreter zu dieser Diskussion entsenden. Regisseur und tape-tv-Gründer Conrad Fritzsch, Sängerin Roxanne De Bastion, Filmkomponist Hans Hafner und Konrad von Löhneysen (Bundesverband der Musikindustrie) komplettieren das Feld. Auch hier gilt es erst einmal die Dialogphase zu erreichen.

[] Resisting Surveillance State and ist network effects (Freitag, 12:30 Uhr)

Der Kontrollverlust, den jeder Internet-Nutzer bezüglich seiner Datenspuren erfährt, hat inzwischen ein geradezu bedrohliches Ausmaß angenommen. Promi-Hacker Jacob Appelbaum und Kunst-Hacker Dmytri Kleiner versuchen, Wege aus dem Dilemma zu zeigen.

[] The revolution around the corner (Freitag, 15 Uhr, Stage 7)

Das Internet der Dinge, das bislang dumme Geräte miteinander kommunizieren lässt (weit jenseits des bekannten Beispiels “denkender Kühlschrank”), nimmt langsam Form an. Martin Spindler erklärt hoffentlich, was funktionieren wird und was Wolkenkuckucksheim ist.

[] Crowdfunding

Mit der co:funding findet sich auf der Re:publica eine Subkonferenz zum Thema Crowdfunding. Die Finanzierungsform mag in Deutschland noch in den Kinderschuhen stecken, dürfte aber in den kommenden Jahren deutlich wichtiger werden.

Disclaimer: Ich kenne einige der Teilnehmer an den Debatten und Vorträgen persönlich, habe aber auch Slots mir bekannter Personen ausgelassen. Bei der Re:publica werden auch Mitarbeiter des Süddeutschen Verlags Vorträge halten, bei den Vorgestellten ist keiner dabei.


TV-Duell in Nordrhein-Westfalen

Landesmutter Kraft besteht gegen offensiven Röttgen

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Internet: Zeitschrift: Viele Produktwertungen im Netz sind gekauft

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